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Dr. Norbert Bayer, Oberarzt der Kardiologie am Klever St.-Antonius-Hospital, erläuterte Kollegen am Herzkathetersimulator die besonders schonende Untersuchungsmethode.

Besonders schonende Herzkatheteruntersuchungen

Kardiologen des St.-Antonius-Hospitals informierten Kollegen

9. Dezember 2015. Weil Herzkatheteruntersuchungen im Klever St.-Antonius-Hospital schon heute routinemäßig über den Arm durchgeführt werden, informierten sich Kardiologen aus Deutschland und den Niederlanden jetzt vor Ort über das besonders schonende Verfahren, das eine niedrige  Komplikationsrate garantiert.

„Der sogenannte transradiale Zugang ist zwar auf dem Vormarsch, dennoch nutzen ihn immer noch sehr wenige Katheterlabore als Standardmethode“, informierte Dr. Norbert Bayer, Oberarzt der Kardiologie am St.-Antonius-Hospital. Das St.-Antonius-Hospital hat bereits vor mehr als drei Jahren von der transfemoralen (Leiste) auf die transradiale (Arm) Untersuchungsmethode umgestellt. „Komfort und Sicherheit für unsere Patienten haben sich dadurch deutlich verbessert“, so Dr. Bayer.

Im Rahmen einer grenzüberschreitenden Fortbildungsreihe, die in Kooperation mit dem Johanniter-Krankenhaus und dem Malteser-Krankenhaus Duisburg durchgeführt wird, informierten die Kardiologen des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums nun zu der progressiven Untersuchungsmethode. Die Veranstaltung „Akutes Koronarsyndrom“ im St.-Antonius-Hospital bildete den Auftakt zu mehreren Fortbildungen.

Ungewöhnlich und effizient: Die Fortbildungsveranstaltung hatte Workshop-Charakter. An zwei Herzkathetersimulatoren konnten die Teilnehmer praktische Fälle trainieren und von der Erfahrung der Klever Kardiologen profitieren. „Unsere Klinik ist im Rahmen der Veranstaltungsreihe die einzige, die den Routine-Zugang vollständig umgestellt hat“, so Dr. Bayer. „Weiter behandeln wir die größte Anzahl von akuten Koronarsyndromen und verfügen über eine hohe Expertise.“

Neueste Technik – das neue Herzkatheterlabor des St.-Antonius-Hospitals ist wenige Monate in Betrieb – ermöglicht in der Klever Kardiologie darüber hinaus einfache Abläufe, ermöglicht ausgezeichnete Diagnose- und Behandlungsergebnisse. So liefert etwa die lasergesteuerte Bildgebung der Herzkranzarterien eine Bildauflösung von wenigen tausendstel Millimetern. Dadurch sind auch komplexere Eingriffe an den Herzkranzarterien, sogenannte „OCT“ (optical coherence tomography) möglich.

Christian Weßels
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