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Herzschwäche - Anzeichen sind oft unbekannt
Katholisches Karl-Leisner-Klinikum informiert in Kevelaer und Kleve

Kreis Kleve, 27. Oktober 2017.

Mit zwei Veranstaltungen informieren die Experten der Klinik für Kardiologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums am 8. November 2017 in Kevelaer und am 15. November 2017 in Kleve zur Herzschwäche.

In Deutschland schätzen Experten die Zahl der Patienten mit einer Herzschwäche auf zwei bis drei Millionen. Bei der chronischen Herzschwäche nimmt die Pumpkraft des Herzens soweit ab, dass nicht mehr genügend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu Organen wie Gehirn, Nieren oder Muskeln gepumpt wird. Im fortgeschrittenen Stadium kann Herzschwäche zu massiven Beschwerden bei den Betroffenen führen. Sie beeinträchtigt stark ihren Alltag und bedroht ihr Leben.

Allein 2015 wurden rund 445.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, über 44.500 starben 2014 daran. Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen, vor allem der koronaren Herzkrankheit (KHK)/Herzinfarkt und des Bluthochdrucks. Aber auch Rhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung, und Herzlappenkrankheiten sind mögliche Ursachen.

Anzeichen einer Herzschwäche sind oft unbekannt. „Einer der Gründe für die hohe Sterblichkeit der Herzschwäche ist, dass viele Betroffene krankheitstypische Anzeichen wie Atemnot, Leistungsabfall und geschwollene Beine nicht kennen oder diese resigniert auf das Alter schieben“, warnt Dr. Norbert Bayer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum. „Das ist fatal, denn je früher eine Herzschwäche erkannt und je konsequenter die Ursachen behandelt werden, desto größer sind die Chancen, einen lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit zu verhindern und die Lebensqualität zu erhalten.“

Informationsveranstaltungen in Kevelaer und Kleve
Im Rahmen der von der deutschen Herzstiftung organisierten Herzwoche informieren die Experten des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums am 8.November 2017 ab 18.30 Uhr in Kevelaer (Konzert- und Bühnenhaus) und am 15. November 2017 ab 18.30 Uhr in Kleve (Hochschule Rhein-Waal, Hörsaal 2) zum Thema Herzschwäche. Das Team um Chefarzt Dr. Norbert Bayer erläutert aktuelle medizinische Entwicklungen, Behandlungsmethoden und beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema. Woran erkennt man die chronische Herzschwäche? Was sind die Ursachen der Herzschwäche? Was kann zu einer Herzschwäche führen? Diagnose Herzschwäche: Auf was müssen sich Patienten und ihre Angehörigen gefasst machen? Was kann der Patient selbst tun? Was gibt es Neues in der Therapie?
Eine Anmeldung zu den Informationsveranstaltungen ist nicht erforderlich, der Eintritt ist kostenlos.

Herzschwäche: NYHA-Charakterisierung (Grafik)
Um das Fortschreiten der Herzschwäche zu charakterisieren, nutzen Ärzte die Einteilung der New York Heart Association (NYHA).
NYHA I: Herzschwäche ohne körperliche Einschränkungen. Alltägliche körperliche Belastung verursacht keine Erschöpfung, Rhythmusstörungen oder Luftnot.
NYHA II (leicht): Herzschwäche mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe und bei geringer Anstrengung. Stärkere körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen oder Luftnot, z.B. Bergangehen oder Treppensteigen.
NYHA III (mittelschwer): Herzschwäche mit höhergradiger Einschränkung der Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit. Keine Beschwerden in Ruhe. Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen oder Luftnot, z.B. Gehen in der Ebene.
NYHA IV (schwer): Herzschwäche mit Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und in Ruhe. Bettlägerigkeit.

Grafiken: Deutsche Herzstiftung, www.herzstiftung.de/herzwochen

Christian Weßels
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