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Vortragsabend: Das künstliche Hüftgelenk

Katholisches Karl-Leisner-Klinikum informiert zum Stand der medizinischen Forschung und zu Behandlungsm öglichkeiten

Kleve, 21. Januar 2015. Das Team der Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums informiert am Mittwoch, 28. Januar 2015, ab 17 Uhr im Klever Kolping Haus rund um das Thema „Das künstliche Hüftgelenk“: Möglichkeiten, Behandlungsablauf und Alltag nach der Operation stehen auf der Agenda des achtköpfigen Ärzteteams um Chefarzt Professor Christof Braun.

„In der Behandlung verschlissener Gelenke sind in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht worden“, informiert Professor Braun. „Vorrangiges Ziel ist es aktuell, die Haltbarkeit der Kunstgelenke zu verlängern und die Funktion stetig zu verbessern.“ Mit seinem Team gibt Professor Braun einen Überblick zum Stand der medizinischen Forschung und zu den Behandlungsmöglichkeiten. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Wichtige Fragen im Überblick:

Wann sollte ein künstliches Hüftgelenk implantiert werden?
Professor Christof Braun: Ist das Hüftgelenk durch den Gelenkverschleiß bereits erheblich beschädigt oder gar zerstört und die Lebensqualität des Betroffenen dadurch eingeschränkt, empfiehlt sich ein künstliches Hüftgelenk, eine Hüftprothese. Das zerstörte eigene Hüftgelenk wird entweder teilweise oder komplett gegen ein künstliches Hüftgelenk ausgetauscht. Durch das Kunstgelenk wird die Funktion und Struktur des eigenen Hüftgelenkes bestmöglich nachgeahmt.

Wie ist der Behandlungsablauf im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum?

Professor Christof Braun: Wir bieten in unserer chirurgischen Ambulanz Spezialsprechstunden an. Interessenten treffen auf einen unserer Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie, der bei einem Verdacht auf Hüftarthrose zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung durchführt. Bei dieser Untersuchung wird der klinische Zustand der Hüfte beurteilt, der Untersuchungsbefund wird anschließend mit Röntgenaufnahmen abgeglichen.

Muss eine Hüftarthrose immer operiert werden?

Professor Christof Braun: In einem frühen Stadium ist eine Operation nicht erforderlich. Es muss nicht immer gleich eine künstliche Hüfte sein. Auch nicht operative Maßnahmen können lange helfen und eine Endoprothesenoperation aufschieben. Wichtig ist es, die individuelle Situation des Betroffenen, seine aktuelle Lebenssituation und Entwicklung zu berücksichtigen.

Welche Prothesenarten kommen zum Einsatz?

Professor Christof Braun: Heute stehen verschiedene Prothesenarten zur Verfügung. Abhängig von der Ausdehnung der Hüftarthrose, der Knochenqualität und dem jeweiligen Knochenbau, wählen wir in Absprache mit unseren Patienten im Vorfeld der OP das bestmögliche Implantat aus. So individuell der Körper- und Knochenaufbau jedes Menschen, so individuell sind auch die Modelle der Hersteller. Auch das Alter unserer Patienten, Knochendichte, Körpergewicht und nicht zuletzt die Aktivitäten des täglichen Lebens spielen eine Rolle.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Professor Christof Braun: Bereits am Tag nach der Hüft-Operation versuchen Patienten unter Anleitung unserer Physio-Therapeuten die ersten Schritte: Aufstehen aus dem Bett, durch das Zimmer gehen – ein wenig Gangschulung und Kreislauftraining. Die weitere Mobilisation wird dann in Kooperation mit Ärzten, Pflegern und Physiotherapeuten individuell abgestimmt und durchgeführt.

Wie lange hält ein Kunstgelenk?

Professor Christof Braun: Die Lebensdauer bei modernen Prothesen beträgt heute bis zu 20 Jahre, auch wesentlich längere Standzeiten sind möglich.

Wann kann ich wieder richtig laufen?

Professor Christof Braun: Für viele unserer Patienten beginnt mit der Hüft-OP ein neuer Lebensabschnitt. Jetzt geht es Schritt für Schritt bergauf. Um zu Hause gut alleine zurechtzukommen, trainieren unsere Physiotherapeuten bereits während des stationären Aufenthaltes den Alltag. Eine eventuell notwendige Versorgung mit Hilfsmitteln wird durch unseren Sozialdienst eingeleitet. Trotz allem ist der Weg noch weit. Die Wunden müssen verheilen und die durch eine Hüftarthrose mit jahrelanger Schon- und Fehlhaltung verkürzten Muskeln, Sehnen und Bänder gekräftigt und gestärkt werden. Deshalb empfiehlt sich nach einer Hüft-Endoprothese eine intensive und fachmännisch angeleitete Rehabilitation. Nur so kann das neue Gelenk voll funktionstüchtig und belastbar werden.

Christian Weßels
Unternehmenskommunikation
Telefon: (02821) 490 10 09
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47533 Kleve

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