Eine Patienten des St. Nikolaus-Hospitals liest während der Lichttherapie in einem Magazin.

Unsere Stationen im Überblick

Station 1 - Depressionen, chronische Schmerzen, Abhängigkeiten

Auf der Station 1 werden Patienten mit Depressionen, chronischen (funktionellen) Schmerzen und Abhängigkeiten von legalen Drogen (Alkohol und Tabletten) behandelt. Die Station wird offen geführt.

Das Therapieangebot umfasst neben einer ärztlich-somatischen Grundversorgung eine auf den Patienten individuell angepasste Einzel- und Gruppentherapie, zu der Einzel- und Gruppengespräche, Kunst- und Ergotherapie, Entspannungsverfahren, Informationsgruppen, Teilnahme an Selbsthilfegruppen und Selbstsicherheitstraining gehören.

Neben einer medikamentösen, sozio- und psychotherapeutischen Behandlung kommen auch komplementäre Therapieverfahren wie Wach- und Lichttherapie, Aromatherapie und Sport zur Anwendung.

Station 2 - Offene allgemein-psychiatrische Station

Die Station 2 ist eine offene allgemein-psychiatrische Station. Behandlungsschwerpunkte sind Angst- und Panikstörungen sowie Lebenskrisen

Das Therapieprogramm ist gruppenorientiert und beinhaltet neben der ärztlichen Grundversorgung u.a. Einzelgespräche, Paar- bzw. Familiengespräche (falls Bedarf), themenzentrierte Gesprächsgruppen, Kunsttherapie, konzentrative Bewegungstherapie, Lauftherapie (Walken und Joggen), Koch- und Backgruppe, Entspannungstraining nach Jacobsen, ggf. Selbstsicherheitstraining, ggf. psychopharmakologische Behandlung.

Darüber hinaus bietet die Station als ergänzende Behandlungs- und Pflegemethoden Lichttherapie, Badeöle/Aromen, Tees und Freizeitaktivitäten (Kino, Ausflüge etc.)

Ziel der Behandlung ist es, in einer freundlichen Atmosphäre, mit Ruhe und Abstand zu den Alltagsbelastungen, die individuellen Probleme zu erkennen, zu verstehen und Umgangsmöglichkeiten zu finden, um den Alltag wieder meistern zu können.

Es besteht die Möglichkeit, die Station nach Absprache vorab zu besichtigen.

Station 3 - Allgemeinpsychiatrische Station

Die Station 3 ist eine allgemein-psychiatrische Station. 8 der 21 Betten befinden sich in einem geschützten Bereich, der fakultativ offen geführt werden kann.

Das Therapieprogramm und die Schwerpunkte der Station sind auf die Behandlung von schizophrenen und affektiven Psychosen, dekompensierten neurotischen Störungen, Persönlichkeitsstörungen und allen Erkrankungen, die einer geschützten Unterbringung bedürfen (z.B. komplizierte Entgiftungen und Unterbringungsbeschlüsse nach dem PsychKG und BGB), ausgerichtet.

Wir verstehen uns als Ort der Krisenintervention, unser vorrangiges therapeutisches Ziel ist die Wiederherstellung von Alltagskompetenz als Grundlage für eine mögliche weiterführende ambulante psychiatrisch und/oder psychotherapeutische Versorgung. Daher ist die Überleitung in eine Nachsorge ein essentieller Bestandteil unserer Behandlung.

Das Therapieangebot umfasst neben der ärztlichen Grundversorgung eine auf die Patienten angepasste Einzel- oder Gruppentherapie, zu der Einzelgespräche, bei Bedarf Paar- oder Angehörigengespräche, Entspannungstechniken nach Jacobsen, Achtsamkeitsübungen, Ergotherapie, Kunsttherapie, Psychoedukation (integriertes psychologisches psychoedukatives Therapieprogramm), Selbstsicherheitstraining, individuelles Training zur Affektregulierung (Skills), Koch- und Backgruppe, verschiedene Sport- und Aktivierungsangebote und eine Walking- und Jogginggruppe gehören.

Das Team arbeitet nach den Grundsätzen der Bezugspflege. Die Patienten haben einen Bezugstherapeuten/-arzt und eine Bezugspflegegruppe. Dies garantiert Kontinuität und Stabilität in der therapeutischen Beziehung.

Station 4 - Interdisziplinäre Demenzstation

Die Station 4 ist eine interdisziplinäre Demenzstation. Sie bietet demenziell veränderten Patienten eine ärztliche und pflegerische Spezialbehandlung.

Auf der Station werden Menschen mit dementiellen Erkrankungen, unabhängig von ihrem Alter aufgenommen. Sie werden überwiegend auf der Grundlage eines richterlichen Beschlusses nach PsychKG oder bei gesetzlicher Betreuung untergebracht. Dies soll in einer Atmosphäre erfolgen, die ein höchstmögliches Mass an persönlicher Freiheit und Lebensqualität bietet.

Die Patienten sollen vor häufigem Milieuwechsel durch Verlegungen geschützt werden. Freiheitsentziehende Maßnahmen sollen verringert werden.

Zu den therapeutischen Gruppenangeboten gehören tägliche Spaziergänge, Bewegungsangebote, Gedächtnistraining, 10-Minuten-Aktivierung, Malen, Basteln, Spielen, Vorlesen, Rätseln, Erzählen und Singen. Diese werden durch verschiedene Einzelangebote wie zum Beispiel Snoezelen und Basale Stimulation bei Patienten mit weit fortgeschrittener Demenz ergänzt.