Auf ein Wort
Offenheit ist das Zauberwort

Niemand ist gern im Krankenhaus. Kinder, die neu zu uns kommen, haben manchmal Angst. Und das ist nur allzu verständlich: Sie sind krank, die Situation ist neu und ungewiss. Mich fasziniert immer wieder, wie schnell sich die Kinder dann in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden. Und wie sie ihre Situation meistern. Sie sind offen – das ist das Wichtigste. Manch ein Erwachsener könnte sich von dieser Einstellung und dem Optimismus etwas abschauen.

Ein Kleinkind hört einen Teddybären mit einem Stethoskop ab.

Den Kindern hilft es natürlich, wenn ihre Eltern sie begleiten. Wir erklären den kleinen Patienten dann gemeinsam, was auf sie zukommt. Schritt für Schritt. Und bei Kindern bis sechs Jahre können die Eltern rund um die Uhr in der Klinik sein – da haben wir alle Möglichkeiten.

Kinder, die keine ansteckenden Krankheiten haben, bringen wir in Mehrbettzimmern unter. Sehr oft entstehen Freundschaften. Ich finde es rührend, wie sie sich untereinander helfen. Da schiebt der eine schon mal den Infusionsständer hinter dem anderen her. Oder man holt etwas für einen Zimmerkollegen, der den Arm gebrochen hat. Kinder sind da oft viel unkomplizierter als Erwachsene.

Unser Ziel ist, dass die Kinder den Krankenhausaufenthalt nicht als etwas Schreckliches erleben. Wir haben ein Spielzimmer und werden dort von Erzieherinnen unterstützt, die sich rührend um unsere kleinen Patienten kümmern. Manche Kinder fühlen sich bei uns so wohl, dass sie das Krankenhaus am Ende fast gar nicht mehr verlassen wollen.

Petra Schmitt
Diesen Artikel verfasste:
Stationsleitung
Eva Schmitt