Hebammenpraxis Rundum betreut Geburten im Klever St.-Antonius-Hospital
Mit Hebammen gelingt der Start ins Leben

Gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden. Ohne Hebammen würde vielen werdenden Müttern und Vätern im Klever St.-Antonius-Hospital ganz viel fehlen. Die 13 Hebammen der Praxis Rundum stehen zur Seite, helfen, beraten, informieren… und überwachen mehr als 1.000 Geburten pro Jahr.

Hebamme Anne-Christin Kleinen, Mutter Jenny Karsten und die kleine Leni in einem der Kreißsäle des St.-Antonius-Hospitals.
Gelungener Start ins Leben mit Hebamme Anne-Christin Kleinen: Jenny Karsten und die kleine Leni in einem der Kreißsäle des St.-Antonius-Hospitals.

„Wir begleiten junge Familien in einer ganz spannenden Phase ihres Lebens“, sagen Barbara Tartemann (59) und Anne-Christin-Kleinen (32) im Gespräch mit den Niederrhein Nachrichten. „Das ist eine tolle Aufgabe.“

Werdende Mütter treffen die Hebammen im Krankenhaus in der Regel zuerst beim CTG (Kardiotokographie). Beim CTG bekommt die Schwangere einen Gurt mit zwei Sensoren um den Bauch. Der eine zeichnet die Herztöne des Kindes (Kardiogramm) auf, der andere die Wehen der werdenden Mutter (Tokogramm). Beide Kurven werden mittels Computer zusammengeführt und ergeben die charakteristischen Kurven des sogenannten Wehenschreibers.

Bei einer normalen Geburt überwachen die Hebammen den Gesundheitszustand der werdenden Mutter, des Kindes und den Geburtsverlauf. Die Rundum-Hebammen unterstützen einen natürlichen Geburtsverlauf. „Bei Bedarf arbeiten wir mit Akupunktur, Aromatherapie und Homöopathie“, so Anne-Christin-Kleinen. Die Hebammen beraten – falls nötig – bei der Wahl eines Schmerzmittels, unterstützen bei der Wahl von Positionen in den Eröffnungswehen und bei der Geburt und lassen Müttern und Kindern nach der Geburt viel Zeit, damit sie Ihr Baby ungestört genießen und kennenlernen können.

Auch bei geplanten Kaiserschnitten sind die Hebammen aktiv involviert. „Frauen brauchen mehr als nur ein Skalpell“, weiß Barbara Tartemann, die seit 37 Jahren Hebamme ist. „Wir bleiben auch nach der Geburt noch zwei Stunden im Kreißsaal.“

Im Bereich der Geburtshilfe ist eine gute Organisation für Krankenhäuser von entscheidender Bedeutung. Als neonataler Schwerpunkt betreut das St.-Antonius-Hospital auch komplizierte Schwangerschaften und entbinden Frühchen. Deshalb arbeiten die Hebammen wie Ärzte und Pflegepersonal in einem Schichtsystem. „So ist zu jeder Zeit die bestmögliche Versorgung von Müttern und Kindern sichergestellt“, betont Dr. Lubos Trnka, Chefarzt der Frauenklinik im St.-Antonius-Hospital.
Oft beginnt die Arbeit der Hebammen jedoch lange vor dem Krankenhausaufenthalt der Mütter. Und sie endet mitunter erst Monate nach der Geburt. Geburtsvorbereitung, Wassergymnastik, Akupunktur, Rückbildung, Säuglingspflege, Babymassage, Bindungsanalyse… die Liste der Angebote, die das erfahrene Team der Praxis Rundum den jungen Familien macht ist so umfassend wie hilfreich.

Dass dies so gut abgestimmt ist und so gut angenommen wird, liegt sicher an der großen Erfahrung des Teams. Trotzdem bleiben die Hebammen immer beweglich: „Wir müssen uns schnell auf neue Menschen und Situationen einstellen können“, weiß das Team. Dass sie das weiterhin mit großem Engagement und riesiger Freude machen, daran besteht kein Zweifel. Denn: „Der Zauber des Lebens vergeht nie“, sagt Barbara Tartemann und lächelt in Richtung des Kreißsaals.