6.480 Euro gesammelt
KKLE zeigt große Spendenbereitschaft für Kinder

Viele Familien stehen oft unter enormem Druck: psychisch, organisatorisch und finanziell. Erkrankungen eines Kindes, seelische Krisen oder belastende Lebensumstände bringen Eltern schnell an ihre Grenzen. Häufig reichen die bestehenden Unterstützungsangebote nicht aus, oder Leistungen werden gar nicht erst bewilligt. Genau in diesen Momenten entstehen gefährliche Lücken: Familien bleiben mit Sorgen, Überforderung und einem Berg an Aufgaben zurück, während sie eigentlich Entlastung bräuchten.

Aus diesem Grund gibt es Einrichtungen wie das Mutter-Kind-Haus oder den Bunten Kreis, die dort helfen, wo der Alltag für Eltern und Kinder am brüchigsten ist.

Beim diesjährigen Betriebsfest der Katholischen Karl-Leisner-Einrichtungen (KKLE) zeigte sich einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist: Gemeinsam kamen 6.480 Euro an Spenden zusammen. Die gesamte Summe wurde nun zu gleichen Teilen an beide Einrichtungen weitergegeben, die Familien in besonders herausfordernden Phasen zuverlässig begleiten. Jeweils 3.240 Euro erhalten der Bunte Kreis Kleverland und das Marianne van den Bosch Haus.

Beim Bunten Kreis Kleverland fließt die Spende direkt in die sozialmedizinische Nachsorge für Familien mit schwer erkrankten Kindern. Wenn Krankenkassen Leistungen ablehnen, entsteht für viele Eltern ein gefährliches Versorgungsdefizit, besonders in der sensiblen Phase nach dem Krankenhausaufenthalt. Genau hier schließt die Spende der Mitarbeitenden die Lücke und ermöglicht konkrete Hilfe, wenn die Belastung am größten ist. Das interdisziplinäre Team begleitet die Familien auf dem oft herausfordernden Weg von der Klinik zurück in den Alltag – mit Herz, Fachkompetenz und spürbarem Zusammenhalt.


Das Marianne van den Bosch Haus in Goch investiert ihren Scheck ebenfalls direkt in die eigene Arbeit: Die Spende kommt der Mutter-Kind-Kurklinik zugute, die sich auf erschöpfte und erkrankte Mütter mit bis zu drei Kleinkindern (0–6 Jahre) spezialisiert hat.
Ein zentraler Schwerpunkt ist die Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung. Geht es der Mutter schlecht, belastet das den Kontakt zum Kind, darum setzt die Therapie genau dort an und fördert die Erziehungskompetenz, damit die Freude am Miteinander wiederkehrt, ob das Kind laut oder leise, wild oder zurückhaltend ist. Als einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland bietet das Haus dreiwöchige Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen an. Die Spende trägt dazu bei, dieses einzigartige Angebot des Müttergenesungswerks weiter zu sichern und auszubauen. Geplant ist dieses Geld für eine neue Schaukel für das Kinderland zu nutzen.

„Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft unserer Mitarbeiter“, betont der Sprecher der Geschäftsführung Sadık Taştan. „Die 6.480 Euro sind mehr als nur Geld, sie sind ein klares Zeichen von Solidarität und verwandeln sich jetzt in unmittelbare, greifbare Unterstützung für Familien, die genau dort Hilfe brauchen, wo staatliche Leistungen oft nicht ausreichen.“

Auf dem Foto v.l.n.r.: Sadık Taştan, Andrea van Tits (Bunter Kreis), Marcel Stein, Bruni Berns, Marco Reintjens, Katrin van Slooten Hell (Marianne van den Bosch Haus), Eva Ullmann, Petra Reumer