Luftaufnahme des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch.

Ab dem 1. September im Wilhelm-Anton-Hospital Goch
Patientencafé Lebensfreude informiert über Prävention, Versorgung und Behandlung von Inkontinenz

Inkontinenz ist kein ausschließlich altersbedingtes Problem. Auch jüngere Menschen können davon betroffen sein. Oft ist die Krankheit mit mangelndem Wissen und einer hohen Scham verbunden. Über das Thema wird deshalb nur selten offen gesprochen. Das führt dazu, dass sich Betroffene aus Scham zunehmend sozial isolieren.

Dem möchte das Katholische Karl-Leisner-Klinikum entgegenwirken. In seinem Patientencafé „Lebensfreude“ informiert das Klinikum über die vielfältigen Möglichkeiten der Prävention, Versorgung und Behandlung von Inkontinenz. In einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen soll ein offener Umgang mit diesem nach wie vor tabuisierten Thema gefördert werden. Das Patientencafé findet jeden ersten Dienstag im Monat um 16:00 Uhr im Wilhelm-Anton-Hospital in Goch statt. Auftakt ist am 1. September. Die Teilnahme ist kostenlos.

Jede Veranstaltung beinhaltet einen Fachvortrag zu einem spezifischen Thema. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Darüber hinaus wird es Raum für den Austausch von Erfahrungen geben. Gegenseitiges Verständnis und Unterstützung leisten einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung individueller Herausforderungen und stärken das Gefühl, mit den eigenen Problemen nicht allein zu sein.

Präventionsmaßnahmen und therapeutische Möglichkeiten bei Inkontinenz

Soziale Isolation aufgrund von Inkontinenz kann erhebliche negative Folgen haben. Einerseits nimmt die Lebensqualität der Betroffenen oftmals deutlich ab, da sie alltägliche Aktivitäten wie Einkaufen, Treffen mit Freunden oder der Familie und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben einschränken oder gänzlich vermeiden. Andererseits ist das Risiko, an einer Depression zu erkranken, bei sozial isolierten Menschen deutlich höher als bei Personen mit einem stabilen sozialen Umfeld. Hinzu kommt, dass die Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln häufig unzureichend oder nicht bedarfsgerecht ist. Im ungünstigsten Fall kann dies zu Folgeerkrankungen führen.

Inkontinenz lässt sich durch gezielte Präventionsmaßnahmen in vielen Fällen vorbeugen oder ihr Verlauf positiv beeinflussen. Zudem stehen heute wirksame diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, sodass Inkontinenz in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden kann.

Claudia Rühl, Pflegeexpertin für Kontinenz beim Katholischen Karl-Leisner-Klinikum, begleitet das Patientencafé und steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung.