Katholisches Karl-Leisner-Klinikum
Top-Ausbildung für den ärztlichen Nachwuchs: Assistenzärzte stärken Studentenunterricht in Kleve
(06.08.2026) Seit Februar 2026 organisieren drei Assistenzärzte der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Diabetologie, Hypertensiologie, Lipidologie und Infektiologie eigeninitiativ den wöchentlichen Studentenunterricht am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum. Ahmar Olimov, Jasmin Arendt und Hinrich Gerrens haben das Lehrangebot am St.-Antonius-Hospital in Kleve neu strukturiert und ausgebaut.
Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. An den drei Klinikstandorten absolvieren jährlich zahlreiche Medizinstudierende ihr Praktisches Jahr (PJ). Das bundesweite PJ-Ranking bestätigt die hohe Qualität der praktischen Ausbildung von angehenden Ärztinnen und Ärzten im Klinikum: Das St.-Antonius-Hospital Kleve belegt aktuell den 11. Platz deutschlandweit in dem auf unabhängigen Studentenauswertungen basierenden Portal. Durch die Initiative der drei Assistenzärzte wurde das Angebot noch einmal optimiert.
Eigene Erfahrung als Ausbildungsgrundlage
Das Organisationstrio kennt die Anforderungen an die Lehre aus persönlicher Erfahrung: Alle drei haben ihr Praktisches Jahr (PJ) selbst im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum absolviert. Anschließend begannen Olimov (seit 2023 Assistenzarzt), Gerrens (seit 2023) und Arendt (seit 2024) ihre erste berufliche Station in der Klinik von Chefarzt Dr. Ufuk Gündug.
„Wir sind zeitlich noch nah genug dran an unserer eigenen PJ-Zeit, um die Sorgen, Fragen und Wünsche der Studierenden zu kennen“, erläutern Ahmar Olimov und Hinrich Gerrens. „Als Akademisches Lehrkrankenhaus wollten wir unserem Ausbildungsauftrag noch gezielter gerecht werden und die Qualität des Unterrichts nachhaltig verbessern.“
50 Unterrichtsstunden im Jahr und interdisziplinäre Erweiterung
Das neue Lehrformat garantiert eine feste Unterrichtsstunde pro Woche ohne Ausfallzeiten über das gesamte Jahr hinweg. Die rund 50 interaktiven Unterrichtseinheiten dienen der gezielten Vorbereitung auf das medizinische Staatsexamen und umfassen Vorträge sowie praktische Übungen.
Das Angebot richtet sich an PJ-Studierende des St.-Antonius-Hospitals Kleve sowie der Klinikstandorte Goch und Kevelaer (durchschnittlich fünf bis sechs Teilnehmende pro Einheit). Es steht außerdem allen Medizinstudierenden im Haus offen, beispielsweise Famulanten oder Erasmus-Studierenden.
Die Unterrichtsplanung bis Mai 2027 steht bereits fest. Ab September 2026 erweitert sich das Spektrum: Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie Kleve beteiligen sich mit Fachvorträgen.
Hohe Übernahmequote und Rückendeckung im Team
Die Initiative unterstreicht auch die Funktion des Praktischen Jahres als Karrieresprungbrett innerhalb des Klinikums: In der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Diabetologie, Hypertensiologie, Lipidologie und Infektiologie arbeiten derzeit mehr als zehn Ärztinnen und Ärzte, die in den vergangenen zwei Jahren als PJ-Studierende im Haus tätig waren. Ahmar Olimov war als Stipendiat eingebunden und schätzte das Teamumfeld. Hinrich Gerrens überzeugte die Qualität der PJ-Ausbildung zum Verbleib am Standort Kleve.
Das Engagement der drei Assistenzärzte wird auch durch den Rückhalt im Kollegium ermöglicht: Während der Unterrichtszeiten und der Vorbereitung vertreten die Teams auf den Stationen die drei Lehrkräfte.
Ausdrückliches Lob von Chefarzt Dr. Ufuk Gündug
Chefarzt Dr. Ufuk Gündug würdigt den Einsatz der jungen Kolleginnen und Kollegen:
„Die Kolleginnen und Kollegen haben aus eigener Initiative eine regelmäßige Planung und Durchführung des wöchentlichen PJ-Unterrichts organisiert. Dieses Engagement erfolgt freiwillig und ohne die Erwartung einer zusätzlichen Vergütung oder sonstiger Gegenleistungen. Dennoch investieren sie kontinuierlich Zeit und Einsatz, um die Ausbildung unserer PJ-Studierenden qualitativ hochwertig zu gestalten. Dieses außerordentliche Engagement verdient aus meiner Sicht besondere Anerkennung. Es trägt zur hervorragenden Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses bei und stärkt die Attraktivität unseres Hauses als Ausbildungsstätte und Arbeitgeber.“