Goldenes Jubiläum
„Beruf immer mit Freude ausgeübt“: Cornelia Janssen feiert 50 Jahre im Dienst der Gesundheit
(13.10.2026) 1976: In der Bundesrepublik Deutschland wird die Gurtpflicht für Autofahrer eingeführt, Jimmy Carter wird zum neuen Präsidenten der USA gewählt, Rocky boxt sich an den Kinokassen durch – und Cornelia Janssen startet in ihr Berufsleben. Seit einem halben Jahrhundert setzt sich die gelernte Krankenschwester mit unermüdlichem Engagement, fachlicher Kompetenz und Empathie für das Wohl der Patientinnen und Patienten ein.
Bereits im Alter von 12 Jahren stand für sie fest: „Ich werde Krankenschwester.“ Der Wunsch, in der Pflege zu arbeiten und Menschen zu helfen, begleitete Cornelia Janssen seit ihrer Jugend. Nach einem ersten Praktikum im Krankenhaus begann sie im Jahr 1976 im Alter von 17 Jahren ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester im St.-Clemens-Hospital in Geldern. Rückhalt fand sie dabei stets in ihrer großen Familie: Als eines von neun Kindern unterstützen ihre Eltern sie tatkräftig bei ihrem Berufswunsch.
Berufliche Heimat in Kevelaer gefunden
Nach ihrer Ausbildung und einer kurzen Station in der Gynäkologie arbeitete Cornelia Janssen sieben Jahre lang in der chirurgischen Ambulanz in Geldern. Doch der Wunsch, sich weiterzuentwickeln und Neues zu lernen, trieb sie an. Zum 1. Januar 1986 wechselte sie ins Marienhospital Kevelaer. Für diese Stelle verfasste sie damals ihre allererste (und letzte) schriftliche Bewerbung.
In Kevelaer führte ihr Weg in die Unfall-, Allgemein- und Gefäßchirurgie, wo sie nach kurzer Zeit die Verantwortung als Stationsleitung übernahm. Nach einer gesundheitsbedingten Pause kehrte sie in Teilzeit im EKG an den Krankenbett-Alltag zurück. Über Jahrzehnte hinweg widmete sich Cornelia Janssen mit großer Hingabe der Gesundheit und Pflege der Patientinnen und Patienten in Kevelaer. Neben der Freude an der Arbeit war es vor allem die familiäre Atmosphäre am Marienhospital, die das Haus für sie zu einer echten beruflichen Heimat machte.
Der Beruf als Berufung
Dass die Pflege für Cornelia Janssen eine echte Berufung ist, zeigt ihr Werdegang bis heute. Auch nach ihrem offiziellen Eintritt in den Ruhestand denkt die Jubilarin nicht ans Aufhören. Noch immer unterstützt sie das Team im Nachtdienst der Zentralen Notaufnahme im Marienhospital Kevelaer und hat ihren Vertrag jüngst um ein weiteres Jahr verlängert.
„Ich habe einen Beruf gelernt, der mir Spaß macht, und deshalb habe ich ihn immer mit Freude ausgeübt. Man bekommt in diesem Beruf so viel zurück, wenn man sich um die Menschen kümmert“, fasst sie ihre Motivation zusammen. Lebensfreude und Optimismus begleiten sie dabei jeden Tag – ganz getreu ihres persönlichen Mottos: „Man muss immer das Positive sehen, dann geht das Leben leichter.“
Ein Name mit Geschichte
Die Geschichte rund um ihren Vornamen entlockt oft ein Schmunzeln: Als ihr Vater sie beim Standesamt anmeldete, wurde sie als „Kornelia“ eingetragen. Dies fiel erst Jahrzehnte später bei der Beantragung ihres ersten Personalausweises auf. Da sie sich jedoch zeitlebens mit „C“ schrieb, blieb sie für Familie, Freunde sowie Kolleginnen und Kollegen einfach immer „Cornelia“ – nur in offiziellen Dokumenten steht das bürokratische „K“.
Privat zieht die verheiratete Mutter eines Pflegekindes mit ihrem Ehemann und dem Wohnmobil regelmäßig quer durch Europa. Wenn die beiden nicht gerade unterwegs sind, widmet sich ihr Mann im Ruhestand seiner Leidenschaft, der Reparatur von Oldtimern und historischen Traktoren.
Würdigung und Dank der Geschäftsführung
Auch die Unternehmensleitung würdigt den außergewöhnlichen Einsatz der Jubilarin mit großem Respekt:
„Frau Janssen blickt auf einen beeindruckenden Lebensweg zurück. Wir sind stolz und dankbar, solche engagierten und herzlichen Kolleginnen in unseren Reihen zu wissen“, betont Sadık Taştan, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. „Im Namen der der gesamten Karl-Leisner Familie und des Teams des Marienhospitals Kevelaer gratuliere ich Frau Janssen von Herzen zu ihrem 50-jährigen Dienstjubiläum und danke ihr für großes Engagement, ihren unermüdlichen Einsatz und die Herzlichkeit, mit der sie sich seit Jahrzehnten bei uns einbringt.“