Positives Geschäftsergebnis 2019 - Geschäftsführung neu formiert
Zuversichtlicher Blick nach vorn

(24.08.2020) Die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen: 1,26 Millionen Euro beträgt das Plus. Einer der Gründe: Im vergangenen Jahr haben sich so viele Patienten wie nie zuvor in den vier Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums behandeln lassen. Aufsichtsrat und neu formierte Geschäftsführung nutzen die Gelegenheit für eine Standortbestimmung und einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft.

Zuversichtlicher Blick nach vorne: Sascha Sartor (l.) und Holger Hagemann bilden zusammen die Geschäftsführung der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft.

„In einem herausfordernden Umfeld präsentiert sich unser Verbund heute so gesund und stabil wie selten zuvor“, fasst Harald Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KKLE, zusammen. „Wir blicken deshalb mit Zuversicht nach vorn und werden die Entwicklung unserer Einrichtungen weiter aktiv vorantreiben.“

Die KKLE ist im Kreis Kleve eine der wichtigsten Säulen der Gesundheitsversorgung. Das Leistungsspektrum reicht von der medizinischen Versorgung im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum über das Katholische Altenhilfe-Netzwerk am Niederrhein (KAN) bis zur Versorgung der Region mit Medizinprodukten, Wirtschafts- und Verbrauchsgütern über ein modernes Logistikzentrum. Mit mehr als 3.000 Mitarbeiter*innen ist die KKLE einer der größten Arbeitgeber der Region, mit einem Jahresumsatz von 220 Millionen Euro ist sie ein wichtiger Standortfaktor.

Geschäftsführung neu formiert

Die Geschäftsführung der KKLE ist neu formiert und seit 1. Juli 2020 komplett. Sascha Sartor (47) bildet zusammen mit Holger Hagemann das Team der Geschäftsführung der KKLE und seiner Tochtergesellschaften. Sartor ist Ökonom und verfügt über eine langjährige und breite Erfahrung im Gesundheitswesen, seit 2006 als Klinik-Geschäftsführer. Holger Hagemann (43) ist seit 2018 für die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft tätig, seit September 2019 als Geschäftsführer. „Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass wir mit der neu formierten Geschäftsführung auf die gute Arbeit der vergangenen Jahre aufbauen und die Zukunft unseres Verbundes richtungsweisend gestalten werden“, so Harald Schmidt.

2019: So viele Patienten wie noch nie

Im vergangenen Jahr haben sich so viele Patienten wie nie zuvor in den vier Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums behandeln lassen. Mehr als 184.000 Fälle melden das St.-Antonius-Hospital Kleve, das Wilhelm-Anton-Hospital Goch, das Marienhospital Kevelaer und das St. Nikolaus-Hospital Kalkar zusammen für das Jahr 2019. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von fünf Prozent – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

Jahresergebnis 2019: 1,26 Millionen Euro

1,26 Millionen Euro beträgt das Jahresergebnis 2019 der KKLE und ihrer Tochtergesellschaften. Den größten Anteil an Umsatz und Gewinn haben dabei das Katholische Karl-Leisner-Klinikum mit seinen vier Krankenhausstandorten in Kleve, Kevelaer, Goch und Kalkar sowie das Katholische Alten- und Pflegehilfenetzwerk (KAN) mit mehr als 20 Pflegeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren. „Die positive Entwicklung ist keine Selbstverständlichkeit“, so Sascha Sartor, Sprecher der Geschäftsführung. „In einem herausfordernden Umfeld ist das ein herausragendes Ergebnis.“

2020: Positive Entwicklung weiter fortsetzen

In einem herausfordernden Umfeld erwarten die Verantwortlichen der KKLE auch für 2020 eine positive Entwicklung und ein positives Jahresergebnis. „Wir möchten den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen“, unterstreicht Sascha Sartor. „Schwarze Zahlen sind bei uns aber kein Selbstzweck. Wir investieren in die Versorgung: Jeder Euro, den wir verdienen, kommt direkt unseren Patienten und Bewohnern zugute.“

Corona-Krise: Fieberambulanz hat sich bewährt

Die Corona-Pandemie hat auch die Arbeit in den Einrichtungen der KKLE in den vergangenen Monaten maßgeblich geprägt. „Wir haben die Krise bei den Hörnern gepackt und bis zum heutigen Tage nach Kräften bewältigt“, so Geschäftsführer Holger Hagemann. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben großartig mitgezogen.“

Bereits am 29. Februar hatte das Klinikum am St.-Antonius-Hospital die Fieberambulanz eröffnet. Bis zur Schließung am 17. Mai kamen rund 2.500 Patienten zur Corona-Diagnostik. Holger Hagemann: „Unsere Fieberambulanz hat sich vor allem in den Wochen der größten Unsicherheit bewährt: Wir haben als Klinikum für die Menschen der Region eine effektive Diagnostik ermöglicht und durch die räumliche Trennung vom Krankenhaus die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Patienten geschützt.“

Die Einrichtung und der Betrieb der Fieberambulanz haben das Katholische Karl-Leisner-Klinikum einen mittleren sechsstelligen Betrag gekostet. Diese Kosten trägt das Klinikum selbst. Wiederholung nicht ausgeschlossen: Im Bedarfsfall kann die Fieberambulanz binnen Tagesfrist wieder eröffnen.

Zur Behandlung von Covid-19-Patienten hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum die Beatmungskapazitäten in seinen Krankenhäusern verdoppelt. Die Auslastung der Krankenhäuser lag in der Hochphase der Corona-Krise bei etwa 50 Prozent, Tendenz aktuell stark steigend.

„Wir sind sicher noch nicht wieder im Normalbetrieb“, so Holger Hagemann. „Aber auf einem guten Weg dahin. Die Wiederaufnahme des regulären Krankenhausbetriebes ist ein organisatorischer Kraft- und Balanceakt. Wir wollen die Patienten der Region bestmöglich versorgen. Gleichzeitig müssen wir auf die mögliche zweite Welle vorbereitet sein, also ausreichend Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten vorhalten. Die aktuell steigenden Infektionszahlen sind ein deutliches Ausrufezeichen.“

KAN investiert 30 Millionen in die Zukunft

Das Katholische Alten- und Pflegehilfenetzwerk am Niederrhein (KAN) investiert kräftig: Mehr als 30 Millionen Euro nimmt das Netzwerk – mit 675 Pflegeplätzen einer der größten Anbieter im Kreis Kleve – aktuell für Umbau, Neu- und Teilneubau stationärer Pflegeeinrichtungen in die Hand.

Zu den größten Maßnahmen zählt der Neubau des Hildegardis-Hauses im Park des Gocher Wilhelm-Anton-Hospitals. Auf knapp 4.000 Quadratmetern entstehen neben modernen Zimmern für 63 Bewohner zusätzlich 12 Plätze für außerklinische Beatmung. Umfangreich sind auch die Umbauten rund um das Franziskushaus Kleve und der damit verbundene Neubau einer Pflegeeinrichtung in Kleve-Rindern: Das Franziskushaus wird in zwei Ersatzneubauten aufgeteilt, in Kleve werden 60 und in Rindern 40 Plätze geschaffen. Im Franziskushaus werden künftig Mietwohnungen angesiedelt.

Die Bauarbeiten für das stationäre Hospiz in Kleve-Donsbrüggen sind im Frühjahr gestartet. Die Katholische Karl-Leisner Stiftung errichtet im und am ehemaligen Pfarrhaus ein stationäres Hospiz. Das geplante Hospizgebäude vereint alt und neu: Zwölf Einzelzimmer werden künftig Platz in einem modernen Anbau des Pfarrhauses finden. Das altehrwürdige Pfarrhaus selbst wird kernsaniert und vor allem als Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude dienen.

Alle Baumaßnahmen sollen planmäßig 2021 abgeschlossen werden.

Attraktiver Arbeitgeber KKLE

Die in Deutschland bisher getrennten Ausbildungen der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege werden seit 2020 zusammengefasst. Bereits zum 1. März 2020 sind in der unternehmenseigenen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe (BAG) die ersten 25 Auszubildenden mit der neuen dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann gestartet.

„Die lang erwartete Reform soll die Pflegeberufe aufwerten, die Ausbildung modernisieren und attraktiver machen“, fasst Sascha Sartor zusammen. „Das begrüßen wir sehr.“ 100 Pflegefachfrauen und -männer pro Jahr starten in der BAG künftig ihren Weg in die Pflege, Ausbildungsbeginn ist entweder zum 1. März, zum 1. August oder zum 1. Oktober.

„Um die positive Entwicklung unseres Verbundes fortsetzen zu können, müssen wir junge Menschen für eine Ausbildung in unseren Einrichtungen begeistern und unsere Stärken als Arbeitgeber noch mehr als jetzt herausarbeiten“, weiß Sascha Sartor. „Wir werden unsere Anstrengungen in dem Bereich – von flexiblen Arbeitszeitmodellen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis zur individuellen Personalentwicklung – massiv verstärken.“