Experten informieren am 19. Juni im Wilhelm-Anton-Hospital Goch
„Stuhlinkontinenz ist behandelbar“

(12.06.2019) ​ Etwa fünf Prozent der Deutschen leiden an Stuhlinkontinenz, sie können den Vorgang der Stuhlausscheidung nicht mehr vollständig bewusst steuern. Experten des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch informieren am 19. Juni 2019 ab 17 Uhr zum Umgang mit dem Leiden und zu aktuellen Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten.

Stuhlinkontinenz ist behandelbar - die Experten des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch informieren.

Die Ursachen für Stuhlinkontinenz können sehr unterschiedlich sein. Eine Schwäche des Schließmuskels und der Beckenbodenmuskulatur ist besonders bei älteren Menschen häufig der Auslöser. Weitere Ursachen sind Schwangerschaften, Geburten und ihre Komplikationen, neurologische Störungen, große Operationen, Beckenbodenschwäche oder Adipositas.

„Betroffene schämen sich oft, einen Arzt aufzusuchen“, weiß Jacek Witala, leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Endokrine und Onkologische Chirurgie im Gocher Wilhelm-Anton-Hospital. Die Klinik ist Beratungsstelle der deutschen Kontinenz-Gesellschaft, an zwei Tagen in der Woche unterhalten die Experten der Klinik eine Spezial-Sprechstunde (Anmeldung: 02823 891-210).

„Unsere Diagnostik ist umfassend“, erläutert Kontinenzmanagerin Claudia Rühl. Sie reicht von der Proktoskopie über die Sonographie bis zur Analmanometrie. Neben der Untersuchung steht außerdem die Information im Mittelpunkt: „Ganz wichtig ist uns die Fachberatung von ärztlicher und pflegerischer Seite“, so Claudia Rühl.

Jacek Witala ermutigt Inkontinenz-Betroffene zum Besuch. „Stuhlinkontinenz ist behandelbar“, sagt er. „In vielen Fällen ist auch eine völlige Kontinenz wieder erreichbar.“ Beckenbodentraining und Medikamente können die Beschwerden lindern. Reichen diese Methoden nicht aus, kommt unter Umständen eine Operation infrage.

Aktionstag Stuhlinkontinenz

19. Juni 2019, 17.00 Uhr
Wilhelm-Anton-Hospital Goch

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.