Ausbau des psychiatrischen Versorgungsangebotes zum 1. Juli 2019
St.-Nikolaus-Hospital bekommt Tagesklinik

(13.05.2019) Mit der Etablierung einer psychiatrischen Tagesklinik zum 1. Juli 2019 und der Erweiterung der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik schärft das Katholische Karl-Leisner-Klinikum das Profil des St. Nikolaus-Hospitals. Als psychiatrisches Zentrum des Klinikums soll das Haus die stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgung der Menschen im Kreis Kleve weiter verbessern.

Alexander Noack und Dr. Gerd Gromann (v.l.) freuen sich über die verbesserte Versorgung.
Sechs Wochen vor der Eröffnung der neuen Tagesklinik präsentieren sich die Räume im St. Nikolaus-Hospital schon hell und freundlich. Alexander Noack und Dr. Gerd Gromann (v.l.) freuen sich über die verbesserte Versorgung.

„Wir sehen einen steigenden Versorgungsbedarf in der Psychiatrie und in der Psychotherapie“, so Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Die neue Tagesklinik schließt eine Lücke zwischen stationärer und ambulanter Behandlung.“

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wird um 4 Betten auf 74 Betten aufgestockt. Eine psychiatrische Tagesklinik mit 14 Plätzen wird die teilstationäre psychiatrische Versorgung ab 1. Juli 2019 ergänzen. Zur Einrichtung der Tagesklinik wurde eine Station des St. Nikolaus-Hospitals in den vergangenen Monaten für etwa 300.000 Euro umgebaut und renoviert. Hell und freundlich präsentieren sich die Räume des Altbaus.

„Wir verbessern die Versorgung für die Menschen in der Region und darüber hinaus“, freut sich Alexander Noack, Regionaldirektor des St.-Nikolaus-Hospitals. „Die Menschen profitieren sehr unmittelbar von diesem neuen Angebot.“ Das Therapieprogramm der neuen Tagesklinik richtet sich vor allem an Patienten mit Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Anpassungs- und posttraumatischen Belastungsstörungen. Für Mütter mit postnataler Depression ist ein gemeinsamer Klinikaufenthalt mit Säugling möglich.

Im St. Nikolaus-Hospital erwartet die Patienten der Tagesklinik ein ebenso individuelles wie intensives Therapieprogramm. „Die Behandlung ist mit etwa sechs bis acht Wochen deutlich kürzer als eine ambulante Psychotherapie“, erläutert Dr. Gerd Gromann, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Fachärzte, Psychologen, Ergo- und Kunsttherapeuten, Bewegungstherapeuten und Sozialarbeiter kümmern sich in einem interdisziplinären Team um die psychische Stabilisierung der Patienten. Das Angebot reicht dabei vom Achtsamkeitstraining bis zur Kunsttherapie, vom sozialen Kompetenztraining bis zur Medikamentenberatung.

Die Therapien der Tagesklinik finden dabei montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr statt, Wochenenden und Feiertage verbringen die Patienten zuhause. „Eine feste Tagesstruktur und die Bindungen zu Familie und Freundeskreis gehen im Sinne des Therapieerfolges Hand in Hand“, so Dr. Gerd Gromann.

Der Weg in die Tagesklinik

Über einen Fragebogen und ein Vorgespräch wird der Therapiebedarf von Interessenten ermittelt. Zum Vorgespräch ist eine Überweisung des Hausarztes erforderlich, zur Aufnahme in die Tagesklinik eine Einweisung vom Haus- oder Facharzt oder von der psychiatrischen Institutsambulanz. Eine Verlegung aus einer stationären Behandlung ist ebenso möglich.

Nicht geeignet ist die Behandlung in der Tagesklinik für Patienten mit akuten Suchterkrankungen, für pflegebedürftige oder demente Patienten.

Weitere Informationen zur neuen Tagesklinik und zu Anmeldemöglichkeiten gibt die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ab sofort unter 02824 17-161.