Neue Klink für Wirbelsäulenchirurgie
Sorgfältige Diagnostik, schonende Verfahren

(04.04.2018) Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum hat am St.-Antonius-Hospital Kleve zum 1. April 2018 eine Klinik für Wirbelsäulenchirurgie eröffnet. Chefarzt ist mit Dr. Martin Theis (55) ein über die Grenzen der Region hinaus bekannter und anerkannter Fachmann.

„Mit der Klinik ergänzen und erweitern wir unser Versorgungsspektrum ideal“, so Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Wir ermöglichen die Behandlung komplexer Krankheitsbilder der Wirbelsäule aus einem Guss. Dass wir mit Dr. Martin Theis einen so erfahrenen und engagierten Mediziner für die Leitung der Klinik gewinnen konnten, freut uns sehr. Für uns und die Menschen in der Region ist die Zusammenarbeit ein Gewinn.“

Dr. Martin Theis ist ein ausgewiesener Fachmann mit viel Leitungserfahrung: Nach dem Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der Universität Wien promovierte er 1992 in Bonn. Seit 1997 war er am Willibrordspital Emmerich tätig, seit 2009 als Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie. Er ist Facharzt für Chirurgie, für Orthopädie und für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der gebürtige Mönchengladbacher ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Kleve.

„Für mich stehen die Patienten im Mittelpunkt“, fasst Theis seine Arbeit zusammen. „Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie, aber jeder Patient ist neu. Patienten haben Ängste und Sorgen. Sie sollen sich gesehen und angenommen fühlen.“ Die neue Klinik am St.-Antonius-Hospital bietet das komplette Spektrum moderner Wirbelsäulenchirurgie. Behandelte Krankheitsbilder sind etwa Bandscheibenvorfälle, Wirbelbrüche, Verschleiß- oder Verkrümmungserscheinungen, Instabilitäten, Entzündungen oder Tumore.

Die Behandlung erfolgt nach sorgfältiger Diagnostik mit schonenden Verfahren. Sind ambulante Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft, werten Dr. Theis und sein Team in der Regel vorhandene Befunde aus. Im Fokus steht dabei die komplette Wirbelsäule – vom Kopf bis zum Becken. Angrenzende Gelenke wie Schulter, Hüfte und Kniegelenk, der Muskelstatus und Krankheitsbilder aus anderen Fachbereichen werden dabei immer berücksichtigt. „Verschleißbedingte Schmerzen zum Beispiel durch Druck auf Nerven und Rückenmark bei Bandscheibenschäden oder engem Rückenmarkkanal versuchen wir meist konservativ in den Griff zu bekommen“, informiert Theis. „Operationen können häufig vermieden werden.“ Manchmal jedoch sind sie unumgänglich – etwa bei ausgeprägten Lähmungen, anhaltenden, therapieresistenten Schmerzen nach Unfällen. Dann werden hochmoderne, gewebeschonende Verfahren und Materialien zur Stabilisierung im Bereich der gesamten Wirbelsäulenabschnitte verwendet.

„Wir erarbeiten mit allen Patienten individuelle Therapiestrategien“, betont Theis. „Mir ist es wichtig, Medizin greifbar und verständlich zu machen.“ Er ist überzeugt, dass dies am St.-Antonius-Hospital gelingen wird. „Die Versorgungsqualität und die Perspektiven des Klinikums haben mich beeindruckt“, erzählt er. „Wir Mediziner und damit auch unsere Patienten profitieren von der Zusammenarbeit hochspezialisierter Fachleute.“

Besonders eng wird die Zusammenarbeit künftig mit der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und Orthopädie und der Abteilung für Physiotherapie. „Aber auch mit anderen chirurgischen und internistischen Kliniken gibt es viele Berührungspunkte“, so Theis. Als Beispiel nennt er auch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: „Mögliche Haltungs-und Bewegungsschäden im Kinder- und Jugendalter können wir hier auf kurzem Weg überprüfen und therapieren.“