Sieben neue Hospizbegleiter
Zeit, um anderen den Rücken zu stärken

(17.07.2018) Das Hospiz am St.-Antonius-Hospital begrüßt sieben neue Hospizbegleiterinnen. Nach absolviertem Kurs erhielten Jutta Ukley-Lufrano, Klaudia Hohmt, Stefanie Janßen, Susanne Ludwig, Petra Hagemann, Margret Franck und Gabriele Neumann von den Hospizkoordinatoren Maria Reinders, Peter Grote, Dorothee Beutler und Marion Aryus ihre Zertifikate, von Krankenhausseelsorgerin Judith Welbers den Aussendungssegen.

In der Kapelle des St.-Antonius-Hospitals erhielten die neuen Hospizbegleiterinnen ihren Aussendungssegen.

„Unsere Hospizbegleiter arbeiten ehrenamtlich“, erläutert Maria Reinders, Leitung des Hospizes. „Sie sind es, die durch ihre Besuche und Gesprächsangebote betroffene Familien unterstützen und sie emotional entlasten. Sie nehmen sich Zeit, am Bett der Sterbenden zu sitzen, wenn die Familien Entlastung benötigen, um selbst Kraft schöpfen zu können. Sie begleiten Menschen, die ihre letzten Stunden sonst alleine verbringen müssten.“

Auf dem Weg zum Hospizbegleiter absolvieren sie einen ausführlichen und intensiven Kurs. „Die Teilnehmer lernen das Sterben aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen“, erklärt Hospiz-Koordinatorin Dorothee Beutler.

Die Themen sind so wichtig wie unterschiedlich: von der Würde des Menschen über Kommunikation, Schmerztherapie, Sterbephasen bis hin zur Rolle von Angehörigen, Krisenintervention und Kraftquellen. Auch die Praxis spielt eine große Rolle: Neben einem „Tag am Bett“ stehen der Besuch eines Hospizes, eines Bestattungsinstitutes und eines Krematoriums auf dem Stundenplan.

„Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter sind unser Rückgrat“, betont Maria Reinders. „Sie begleiten nicht nur in Familien, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, Wohngruppen und Krankenhäusern. Sie sind wie die vielen anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter in unseren Einrichtungen unverzichtbar.“ Seit Gründung des Hospizes im Jahr 2004 wurden in 18 Kursen 160 Hospizbegleiter ausgebildet.