Familiale Pflege im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum
Praktische Unterstützung für pflegende Angehörige

(26.07.2018) Einen Angehörigen zu pflegen, verändert die eigene Lebenssituation. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum hilft dabei: Die kostenlosen Angebote der Familialen Pflege umfassen Pflegeberatung, Pflegetrainings und -kurse für pflegende Angehörige und Ehepartner – über einen Krankenhausaufenthalt hinaus.

Bettina Theyßen, Pflegetrainerin des St.-Antonius-Hospitals Kleve, im Beratungsgespräch.
Bettina Theyßen (44) ist die neue Pflegetrainerin des St.-Antonius-Hospitals Kleve.

„Nicht selten übernehmen Angehörige die Pflege ohne genaue Kenntnisse zur Krankheit des Pflegebedürftigen und den damit verbundenen Auswirkungen auf das tägliche Leben“, weiß Anett Jaschner, Pflegedirektorin des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Hier setzt unserer Beratung – und Trainingsangebot an. Wir helfen bei allen lebenspraktischen Fragen, die die Pflege betreffen.“

Bettina Theyßen (44) ist die neue Pflegetrainerin des St.-Antonius-Hospitals Kleve. Die gelernte Krankenschwester weiß wie ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen Krankenhäusern um die ganz alltäglichen Fragen und Sorgen von Angehörigen. „Schon während eines Krankenhausaufenthaltes können wir helfen. Wir zeigen erste Handgriffe und Hilfsmittel, die Pflege erleichtern“, erzählt Bettina Theyßen. „Wichtiger und nachhaltiger aber ist unsere Arbeit im häuslichen Umfeld.“

In der Regel fehlt es an Informationen, an Routine und oft auch an einer Idee, wie das häusliche Umfeld sich auf eine neue gesundheitliche Situation einstellen kann: Schaffen wir das? Haben wir Platz für ein Pflegebett? Können wir Hilfsmittel verschreiben lassen? Wie füllt man diesen komplizierten Antrag aus?

Die Reaktionen auf das Angebot sind durchweg positiv. „Patienten und Angehörige sind unheimlich dankbar“, so Theyßen. „Vor allem die Hausbesuche geben ihnen Sicherheit.“ Bis zu sechs Wochen nach einem sogenannten „stationären Aufenthalt“ im Krankenhaus besucht Bettina Theyßen Patienten und Angehörige zuhause. „So oft sie es eben brauchen. Die einen mehr, die anderen weniger.“

Das Ziel der Familialen Pflege ist immer ein möglichst reibungsloser Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege: Neben praktischer Anleitung helfen die Pflegetrainer auch dabei, ein Netzwerk zu bilden. „Das ist immens wichtig“, weiß Bettina Theyßen. „Man braucht Hilfe. Und man muss wissen, wo und wie man sie kriegt.“

Die „Familiale Pflege“ ist ein Pflege-Modellprogramm mit Beteiligung der Universität Bielefeld und der AOK. In NRW läuft es seit 2004, mehrere hundert Krankenhäuser beteiligen sich. Die Angebote sind für Patienten und Angehörige kostenlos. Oft vermitteln die Sozialdienste der Krankenhäuser bei Bedarf. Die Pflegetrainerinnen und -trainer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums sind aber auch direkt erreichbar.

Kontakte

  • St.-Antonius-Hospital Kleve Bettina Theyßen, 02821 490-1592
  • Marienhospital Kevelaer Annegret Janhsen, Viviane Bühne, 02832 10-2002
  • Wilhelm-Anton-Hospital Goch Christoph Kösters, 02823 891-473
  • St. Nikolaus-Hospital Kalkar Susanna Döhring, 02824 17-225.