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Das neue Hildegardis-Haus ist bezugsfertig - 12 neue Plätze für außerklinische Beatmung
Modernes Pflegekonzept in großzügigem Neubau

(22.04.2021) Die Bewohner des Gocher Hildegardis-Hauses ziehen um: Der großzügige Neubau im Park des Wilhelm-Anton-Hospitals ist nach 20 Monaten Bauzeit bezugsfertig. Die Seniorenpflegeeinrichtung bietet neben komfortablen Einzelzimmern für 63 Bewohner nun zusätzlich 12 Plätze für außerklinische Beatmung. Die Kosten für den Neubau betrugen etwa 9,5 Millionen Euro.

Freuen sich über den gelungenen Neubau im Park des Wilhelm-Anton-Hospitals (v.l.): Alexandra Oetelshoven (Pflegedienstleitung), Stefan Schulte-Werflinghoff (Einrichtungsleitung), Ralf Sleuser (Pflegedienstleitung Beatmung) und Alexander Noack (Prokurist und Geschäftsbereichsleiter).

„Wir sind vom neuen Hildegardis-Haus, von den Räumen und von der Atmosphäre begeistert“, so Alexander Noack, Geschäftsbereichsleiter Senioreneinrichtungen und Prokurist der Katholischen Karl-Leisner-Pflegehilfe. „Bewohner und Mitarbeiter werden gleichermaßen profitieren und das Haus sicher mit sehr viel Leben füllen.“

Der Qualitätssprung des Gebäudes ist in der Tat immens. Das alte Hildegardis-Haus (Baujahr 1982) entsprach zuletzt nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Pflegeeinrichtung. Vor allem die kleinteilige Bauweise verhinderte die Umsetzung moderner Pflegekonzepte.

Mit dem Bezug des Neubaus am 3. Mai steht nun die Umstellung des Hildegardis-Hauses auf das Wohngruppenprinzip an: Große und gemütliche Wohnküchen mit Essbereich sind die Herzstücke der fünf Wohnbereiche. Die Bewohner treffen sich hier in Kleingruppen zu den Mahlzeiten und für gemeinschaftliche Aktivitäten.

Balkone zum Hof: Großzügig und hell präsentiert sich die Architektur des neuen Hildegardis-Hauses.

„Wir ermöglichen damit eine sehr behagliche Atmosphäre“, freut sich Stefan Schulte-Werflinghoff, Leiter des Hildegardis-Hauses. Die Möblierung ist komplett neu, die Aufenthaltsräume sind großzügig gestaltet und die Wohnbereiche haben typische Gocher Namen. Sie heißen Nierswelle, Susmühle, Fünf Ringe, Maria Magdalena, Steintor und Kastell.

Außerklinische Beatmung

Für Bewohner, die eine außerklinische Beatmung brauchen, wurden mit dem Neubau 12 Plätze geschaffen. Neben Wachkomapatienten sind das Bewohner, die an Krankheiten leiden, die das Atmen erschweren: Neuromuskuläre Erkrankungen (ALS), obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD) oder thoral-restriktive Erkrankungen (Deformation der Wirbelsäule).

Beatmungspatienten sind teilweise oder vollständig auf eine Beatmung angewiesen. Das bedeutet einen erheblichen Mehraufwand: Geräte und Zubehör sind High-Tech, die Pflege ist sehr intensiv. Für Betroffene ist die Unterstützung deshalb Gold wert: „Bei einer häuslichen Versorgung sind oft bauliche Veränderungen erforderlich“, weiß Schulte-Werflinghoff. „In der Regel brauchen Patienten eine 24 Stunden-Betreuung.“

Auch die Nähe zum Wilhelm-Anton-Hospital zahlt sich aus: Ralf Sleuser, Beatmungsexperte im benachbarten Krankenhaus, führt dazu nun für das Hildegardis-Haus ein Team aus speziell weitergebildeten Pflegekräften. Für Logopädie, Physio- und Ergotherapie kommen die Therapeuten ins Haus.

Anders als zuletzt hat das Hildegardis-Haus nun einen separaten Haupteingang, der über die Kalbecker Straße zu erreichen ist. Bisher war der Zugang nur über den Haupteingang des Wilhelm-Anton-Hospitals möglich.

Katholisches Alten- und Pflegehilfenetzwerk am Niederrhein (KAN)

Das Hildegardis-Haus – Haus für Senioren in Goch gehört zum Katholischen Alten- und Pflegehilfe-Netzwerk am Niederrhein (KAN). Unter dem Dach des KAN versammeln sich u.a. mehr als 20 Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren in den Kreisen Kleve und Wesel, ein Pflegezentrum zur ambulanten Betreuung und ein ambulanter Hospizdienst.