Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie meldet Zuwächse und Innovationen
Mehr Operationen – trotz Corona

(05.03.2021) Einen positiven Trend meldet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums für das abgelaufene Jahr 2020. Trotz Corona-Pandemie haben die Operateure der Klinik mehr als 500 Endoprothesen an Knie, Hüfte und Schulter implantiert. „Dazu kommt eine hohe Anzahl hüft- und schultererhaltender Operationen, die wir vor allem bei Brüchen durchführen“, so Prof. Dr. Sebastian Gehrmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum.
Chefarzt Prof. Dr. Sebastian Gehrmann

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie berichtet, dass Patienten mit eingeschränkter Mobilität und Schmerzen auch in Zeiten der Pandemie nicht auf einen späteren OP-Termin warten möchten. Fehlende Lebensqualität mache den Unterschied: „Ist der Weg zum Bäcker eine Qual und sind alle nicht-operativen Behandlungen ausgeschöpft, dann ist eine Operation manchmal der einzig verbliebene Weg zur Wiedererlangung der Mobilität“, so Gehrmann.

Dass die Fallzahlen in der Endoprothetik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums trotz Corona-Pandemie gestiegen sind, unterstreicht die Behandlungsqualität im St.-Antonius-Hospital Kleve und Marienhospital Kevelaer: Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum, die Komplikationsrate extrem niedrig.

Das Jahr 2020 war außerdem innovativ: Moderne Endoprothesensysteme wie Kurzschaftprothesen wurden erfolgreich etabliert, minimal-invasive OP-Techniken verfeinert: „Bei unseren Operationen nutzen wir, soweit möglich, den sogenannten vorderen Zugang zum Hüftgelenk“, erläutert Dr. Thomas Bertrams, leitender Oberarzt der Klinik und Leiter des Endoprothetikzentrums. „Für diesen Zugang wird kein Muskel abgelöst. Der Weg zum Gelenk führt sehr schonend an den Muskeln vorbei; das erleichtert auch die sofortige Mobilisation der Patienten nach dem Eingriff.“

Patientensicherheit und Hygiene stehen für Gehrmann und sein erfahrenes Ärzte-Team immer an erster Stelle: Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie arbeitet mit einem individuellen Sicherheitskonzept. Das geht weit über die gängigen Hygieneregeln hinaus: So werden Patienten nur nach negativen Corona- und Problemkeime-Tests geplant operiert, zur Entlassung folgt ein erneuter Test.