175 Jahre St.-Antonius-Hospital: Festakt / Tag der offenen Tür
Lebendige Geschichte, zuversichtlicher Blick in die Zukunft

(13.06.2018) Mit einem Festakt und vielen Ehrengästen feierte das St.-Antonius-Hospital am Samstag seinen 175. Geburtstag. Die Festrede hielt Wilfried Jacobs, Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. Weihbischof Rolf Lohmann segnete das neue Bettenhaus.

Unmittelbar vor dem Festakt hatte Weihbischof Rolf Lohmann das neue Bettenhaus im Rahmen einer kleinen Feier gesegnet.

Wilfried Jacobs spannte in seiner Festrede den Bogen von den Anfängen des St.-Antonius-Hospitals bis in die Gegenwart: "Die lebendige Geschichte des St. Antonius-Hospitals beginnt mit der Arbeit der ersten Clemensschwestern in Kleve am 6. September 1843. In vier Stuben des Minoritenklosters betreuten sie anfangs die Kranken." Heute ist das Katholische Karl-Leisner-Klinikum im Kreis Kleve eine Stütze der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung. "Im vergangen Jahr haben sich mehr als 170.000 Patienten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 30 Kliniken und Fachabteilungen anvertraut", so Jacobs.

Mit Blick auf das St.-Antonius-Hospital betonte er die wichtigen Investitionen der vergangenen Jahre: "Nehmen Sie das neue Bettenhaus - unsere Patienten profitieren ganz unmittelbar: Bessere Behandlung, mehr Komfort!" Kardiologie, Urologie, Radiologie - alles Bereiche, die in den letzten Jahren massiv gestärkt wurden: "Wir erreichen hier ein herausragendes Niveau."

Er blickte auf das herausfordernde Umfeld, in dem sich Krankenhäuser heute bewegen: "Wir müssen medizinisch und ökonomisch klug handeln, um eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen. Deshalb wollen wir die vier Standorte des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums als Gesundheitsstandorte erhalten. Über die künftige Angebotsstruktur in der Region bedarf es einer neuen Orientierung."

Ein schlichtes „Weiter so!“ reiche nicht aus, so Jacobs. Das gelte für das Katholische Karl-Leisner-Klinikum wie für alle anderen Krankenhäuser in Deutschland. Die Ökonomie spiele in der Versorgung eine wichtige Rolle, so Jacobs. Aber sie dürfe niemals die Hauptrolle spielen. "Wir betreiben Krankenhäuser nicht um Geld zu verdienen", so Jacobs. "Wir müssen Geld verdienen, um Krankenhäuser betreiben zu können."Wichtig sei, "dass wir die menschlichen Aspekte der Versorgung nicht aus den Augen verlieren".

Denn die Arbeit des Klinikums habe nur ein Ziel: Den Patientinnen und Patienten in Medizin und Pflege die bestmögliche Versorgung anzubieten. Wilfried Jacobs schloss mit einem Ausrufezeichen: "Ein herzlicher Dank gilt deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich Tag für Tag mit viel Engagement und Herz um die Gesundheit der Menschen am Niederrhein bemühen!"

Die Liste der Grußworte war lang, die Vorträge waren kurzweilig. Neben Bernd Jacobs sprachen Bernd Ebbers (Geschäftsführer Katholisches Karl-Leisner-Klinikum), Rolf Lohmann (Weihbischof in Münster), Professor Volker Runde (Ärztlicher Direktor Katholisches Karl-Leisner-Klinikum), Wolfgang Spreen (Landrat Kreis Kleve), Sonja Northing (Bürgermeisterin Stadt Kleve) und Johannes Cresimon (Architekt ). Für sommerlich-jazzige Musik sorgte Dr. Jochen Rübo, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit seiner Tae Sung Chung Combo.

Unmittelbar vor dem Festakt hatte Weihbischof Rolf Lohmann das neue Bettenhaus im Rahmen einer kleinen Feier gesegnet. "Hoffnung und Trost zu spenden, sind wichtige Aufgaben in diesem Haus", so Lohmann.

Wilfried Jacobs hielt die Festrede.
Sorgte für sommerlichen Jazz: die Tae Sung Chung Combo.