Katholisches Karl-Leisner-Klinikum und MVZ Diaverum intensivieren Zusammenarbeit
Herz und Niere eng verzahnt

(10.10.2018) Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und das MVZ Diaverum Kleve intensivieren ihre Zusammenarbeit. Zur Verbesserung der nephrologischen Versorgung im Kreis Kleve arbeiten die Klinik für Kardiologie und Nephrologie und das Dialysezentrum am St.-Antonius-Hospital mehr denn je Hand in Hand – zum Wohl der Patienten.

Intensive Zusammenarbeit für Herz und Niere: Dmitri Braun, Dr. Dirk Steffan und Dr. Norbert Bayer (v.l.).

Die enge Zusammenarbeit macht Sinn: Nierenkranke Patienten leiden oft an Herzproblemen wie Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz. Und herzkranke Patienten leiden oft an Nierenschwäche, Elektrolytstörungen oder an durch Nierenprobleme verursachtem Bluthochdruck.

Die Nierenheilkunde – im St.-Antonius-Hospital bisher der Klinik für Allgemeine Innere Medizin zugeordnet – ist deshalb nun in die kardiologische Fachabteilung integriert worden: „Unser Konzept zur Behandlung herz- und nierenkranker Patienten ist im Kreis Kleve einzigartig“, erläutert Dr. Norbert Bayer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Wir betrachten nicht nur einzelne Organe oder Organsysteme – sondern auch ihr Zusammenspiel. So berücksichtigen wir bei der Behandlung unserer Patienten auch die komplexen Zusammenhänge zwischen Herz-Kreislauf-System und Nieren.“

Nieren sind Schwerstarbeiter: Bis zu 300 Mal pro Tag filtern sie die gesamte Blutmenge des Körpers, insgesamt passieren so bis zu 1.800 Liter täglich die Nieren. Ihr Problem: Einmal geschädigt, können sie nicht regenerieren. „Deshalb ist bei vielen Erkrankungen eine frühzeitige nephrologische Betrachtung sinnvoll“, weiß Dmitri Braun, leitender Arzt der Nephrologie am St.-Antonius-Hospital. Ziel ist dabei immer die Prävention und Früherkennung von Erkrankungen.

„Durch die gelebte Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung garantieren wir eine perfekt abgestimmte Behandlung und Therapie unserer Patienten“, betont Dr. Dirk Steffan, ärztlicher Leiter des MVZ Diaverum Kleve. „Im Bereich der Dialyse ist das noch wichtiger als in anderen medizinischen Bereichen. Von der Zusammenlegung der kardiologischen und der nephrologischen Abteilungen im St.-Antonius-Hospital profitieren auch unsere Dialyse-Patienten in besonderem Maße.“

Diaverum, Europas größter unabhängiger Anbieter von Versorgungs­dienstleistungen in der Nierenheilkunde und Dialyse, hat den Betrieb des Dialysezentrums am St.-Antonius-Hospital im April 2018 vom Katholischen Karl-Leisner-Klinikum übernommen und führt mit 30 Behandlungsplätzen alle gängigen Nierenersatztherapien durch. Erfahrenes Fachpersonal und die ständige Anwesenheit eines Arztes sorgen für eine individuell abgestimmte Dialyse.