Diagnostik und Therapie auf ein neues Niveau gehoben
Der Stein-Roboter besteht den Praxistext

(20.01.2017) Die Investitionen zahlen sich aus: Seit der Fertigstellung der urologischen Ambulanz und der urologischen Operationssäle im Klever St.-Antonius-Hospital Ende 2015 – Kosten etwa vier Millionen Euro – arbeitet die Klinik für Urologie am Puls der Zeit: Räumlichkeiten und technische Ausstattung genügen heute höchsten medizinischen Standards. Und die Qualität kommt bei den Patienten an: „Wir sind mit derurologische Klinik des St.-Antonius-Hospitals am unteren Niederrhein führend“, so Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Fluch.“ Etwa 2.500 stationäre und 3.500 ambulante Patienten wurden im Jahr 2016 behandelt, Tendenz steigend. 10 Ärzte, davon 6 Fachärzte, und 40 Mitarbeiter aus Pflege und Verwaltung sichern die bestmögliche Versorgung.

Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Fluch (l.) und Oberarzt Priv. Doz. Dr. Steffen Wedel präsentieren stolz eines der Alleinstellungsmerkmale der Klinik für Urologie am St.-Antonius-Hospital. Der stationäre Steinlithotripter – im Volksmund „Stein-Roboter“ genannt – hilft bei der schonenden Behandlung von Harnleiter- und Nierensteinen.

Mit den gestiegenen Möglichkeiten passt das Katholische Karl-Leisner-Klinikum auch die personelle Besetzung der Klinik für Urologie an. Neuer leitender Oberarzt und Vertreter des Chefarztes ist seit Januar 2017 Priv. Doz. Dr. Steffen Wedel, ausgewiesener Experte im Bereich der konservativen und operativen Uro-Onkologie (Behandlung urologischer Krebsleiden). Wedel hat lange Jahre als Oberarzt an der Universitäts-Klinik Frankfurt gearbeitet. Zuletzt war er als Oberarzt an der urologischen Klinik im Marien-Hospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum tätig.

Alleinstellungsmerkmal Stein-Roboter

Das Team der Klinik für Urologie bietet heute das gesamte Spektrum urologischer Diagnostik und Therapie an – einzige Ausnahme: Nierentransplantationen. Die Verbesserung der Räumlichkeiten und der technischen Ausstattung ist in der Patientenversorgung unmittelbar spürbar. Auf über 500 Quadratmetern befinden sich neben zwei endoskopischen Operationssälen vier neue Behandlungsräume. Kernstück der urologischen Endoskopie ist ein „stationärer Steinlithotripter“, der mit einem Durchleuchtungstisch kombiniert ist. Das Gerät – im Volksmund auch „Stein-Roboter“ genannt – dient zur Behandlung von Harnleiter- und Nierensteinen.

„Wir können nun endoskopische und berührungsfreie Steinzertrümmerungen und operative Steinentfernungen in einer Sitzung durchführen“, freut sich Dr. Fluch. Den Praxistest hat der Klever Stein-Roboter mit Bravour bestanden: „Für uns und die Patienten hat sich die Behandlung um ein Vielfaches vereinfacht und verbessert.“ Das Gerät im St.-Antonius-Hospital ist nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal: Bisher sind in ganz Deutschland nur wenige der hochmodernen Geräte in Betrieb.

Ein weiteres urologisches Technik-Highlight ist der voll digitalisierte urodynamische Messplatz, der die Behandlungsmöglichkeiten männlicher und weiblicher Harninkontinenz erheblich verbessert. Ebenfalls bewährt hat sich eine hochmoderne Ultraschall-Einheit, die Aufnahmen in bisher nicht gekannter Qualität und Auflösung liefert – auch für die Patienten der Sprechstunde und der Ambulanz. „Sogar dreidimensionale Darstellungen sind möglich“, ist Dr. Fluch begeistert. „Wir haben Diagnostik und Therapie im Kreis Kleve auf ein neues Niveau gehoben.“