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Propst Johannes Mecking begrüßte Judith Welbers als neue Seelsorgerin des St.-Antonius-Hospitals in Kleve.

Begleitung mit Kopf, Herz und viel Vertrauen

Judith Welbers ist neue Seelsorgerin des St.-Antonius-Hospitals in Kleve

29. Oktober 2015. Judith Welbers ist neue Seelsorgerin des St.-Antonius-Hospitals in Kleve. Die 46-jährige Pastoralreferentin war zuletzt knapp zehn Jahre in der Krankenhausseelsorge in Moers tätig, davor unter anderem zwei Jahre für die „Aktion pro Humanität“ in Benin/Westafrika. Nun ist die gebürtige Kleverin zurück in ihrer Geburtsstadt – und freut sich auf die neue Aufgabe.

„Krankenhausseelsorger kümmern sich um Menschen in Ausnahmesituationen“, sagt Judith Welbers. „Wir begleiten kranke Menschen, die sich nicht nur mit ihren körperlichen Einschränkungen, Schmerzen und Verlusten beschäftigen müssen.“ Oft rücken auch andere Probleme und Sorgen in den Fokus: die Sorge um den Arbeitsplatz, die Probleme in Partnerschaft und Familie, Glaubensfragen, Sinnfragen, Ängste vor dem Älterwerden, Fragen nach dem Sterben und nach dem Tod.

Neben den Kranken und Angehörigen liegen Judith Welbers die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses besonders am Herzen. „Sie sind für Patienten und Angehörige die ersten Ansprechpartner, sind oft mit Fragen, Unmut und Überforderungen konfrontiert. Ich biete ein offenes Ohr – bei persönlichen Problemen, bei Ideen, bei Redebedarf.“

Eine Herausforderung ist es dabei immer wieder, eine Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden: „Es braucht Nähe, die empathisch ist, einfühlsam, begleitend und echt“, sagt Welbers. „Aber auch professionellen Abstand, um nicht selber in Hoffnungslosigkeit und Resignation unterzugehen. Denn dann kann man auch Anderen nicht mehr helfen."

Das Schöne an der Krankenhausseelsorge? „Dass die Arbeit vielfältig ist - in den Aufgaben und den Herausforderungen.“ Neben der klassischen Seelsorge wartet die Mitarbeit bei Fortbildungen oder in der Pflegeausbildung, die Mediation von Gruppen oder Teams, die Entwicklung liturgischer Angebote wie etwa die Bestattungen von Kindern. Dabei ist neben der Sorge um Andere auch die Pflege der eigenen Seele wichtig. „Man muss sich einen Ausgleich schaffen“, weiß Judith Welbers.

„Für mich ist es die Natur, Musik, Bewegung – und vor allem das Verankert-Sein im Glauben.“
Für ihre neue Tätigkeit wünscht sie sich vor allem Vertrauen. „Ich möchte, dass die Menschen spüren: Da ist jemand, der Zeit mitbringt, der sich für mich und meine Anliegen interessiert, der nicht wegsieht oder wegläuft. Sondern da ist. Und mit Kopf und Herz Begleitung anbietet.“

Judith Welbers wird am Samstag, 7.11.2015, um 16 Uhr im Rahmen der Vorabendmesse in der Kapelle des St.-Antonius-Hospitals vorgestellt.

Christian Weßels
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