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Chefarzt Dr. André Stobernack (r.) und sein Team bei einer lasergestützten Lungenresektion. Eine Lungenresektion ist die operative Entfernung entweder eines gesamten Lungenflügels oder von Teilen der Lunge.

Klinik für Thoraxchirurgie operiert lasergestützt

Neue Operationsmethode seit Oktober 2015 – 70 Prozent minimal-invasive Eingriffe

26. Februar 2016. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum schärft das chirurgische Profil des Wilhelm-Anton-Hospitals in Goch. Ein Innovationstreiber ist aktuell die Klinik für Thorax-chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. André Stobernack. Seit Oktober 2015 arbeiten die Gocher Chirurgen lasergestützt.

70 Prozent der 450 Eingriffe pro Jahr führen Stobernack und sein Team mit der minimal-invasiven Methode durch. Der Anteil ist damit so hoch wie in den großen Referenzkliniken mit bundesweiter Strahlkraft. Die sogenannte „Schlüssellochtechnik“ ist besonders schonend und komplikationsarm: Patienten haben im Anschluss weniger Schmerzen und genesen schneller. Darüber hinaus operieren die Gocher Thoraxchirurgen seit Oktober 2015 lasergestützt. „Wir können somit noch präziser arbeiten und bei Operationen mehr Gewebe erhalten“, so Stobernack. „All das kommt den Patienten zugute.“

Die Gocher Thoraxchirurgen – neben Stobernack gehören noch zwei Ober- und zwei Assistenzärzte zum Team – operieren vor allem Lungenkrebs, Lungenmetastasen, bösartige Tumoren des Brustfells und Tumoren des Mittelfeldes wie etwa der Thymusdrüse. „Tumoren des Brustfells sind eine direkte Folge von Asbestbelastungen“, erläutert Stobernack. „Sie treten erst nach etwa 30 Jahren auf – wir verzeichnen seit Jahren einen stetigen Anstieg.“ Im Bereich der funktionellen Chirurgie werden in Goch vor allem Lungenemphyseme im Endstadium behandelt. Patienten leiden unter „Überblähung“ und Luftnot. Kommen sie für eine Lungentransplantation nicht in Frage, erhalten Patienten entweder Ventile zur Entlüftung oder ihr Lungenvolumen wird mit einem minimal-invasiven Eingriff reduziert (Lungenreduktionschirurgie).

Dabei ist im Wilhelm-Anton-Hospital die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit die Basis für einen möglichst großen Behandlungserfolg. Vor allem die Tumorkonferenz, in der sich Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pneumologen beraten, spielt eine zentrale Rolle. So werden etwa Tumorpatienten in einem fortgeschrittenen Stadium im Wilhelm-Anton-Hospital möglichst erst nach einer Radiochemotherapie operiert. „Die Überlebenschancen haben sich dadurch mehr als verdreifacht“, sagt Stobernack. Eine Entwicklung, die dem Chefarzt nach 33 Berufsjahren sichtlich zufrieden macht. „Denn meine Demut vor dem Leid der Patienten ist so groß wie am ersten Tag“, betont er.

Seinen Wechsel vom Militärkrankenhaus in Abu Dhabi nach Goch Anfang 2008 hat Stobernack nie bereut. Im Gegenteil: „Wir haben hier viel bewegt“, sagt er nicht ohne Stolz. „Die Einführung der minimal-invasiven Chirurgie im Jahr 2008 und die Einführung lasergestützter Operationen im Jahr 2015 haben die chirurgische Versorgung im Kreis Kleve deutlich verbessert.“

Ein großes Anliegen ist dem Gocher Chefarzt die Nachwuchsförderung: Die Klinik für Thoraxchirurgie ist Weiterbildungsstätte für die Facharztausbildung. Seit 15 Jahren arbeitet Stobernack aktiv im Weiterbildungsausschuss der Ärztekammer Nordrhein. „Ich möchte meine Erfahrungen weitergeben“, sagt er. „Um die thoraxchirurgische Versorgung auch im Kreis Kleve langfristig zu sichern.“

Christian Weßels
Unternehmenskommunikation
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