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Vertreter des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, der Ärztekammer Nordrhein, der Kreisstelle Kleve der Ärztekammer Nordrhein, beteiligte niedergelassene Hausärzte sowie Landrat Wolfgang Spreen freuen sich über die Gründung des Hausärztlichen Weiterbildungsverbundes Kreis Kleve. Im Vordergrund: Bernd Zimmer (Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, l.) übergibt Professor Dr. Volker Runde (Ärztlicher Direktor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, r.) eine der Urkunden zur Gründung des Weiterbildungsverbundes.

Gemeinsame Initiative gegen den Hausärztemangel

Katholisches Karl-Leisner-Klinikum und Kreisstelle Kleve der Ärztekammer Nordrhein gründen hausärztlichen Weiterbildungsverbund Kreis Kleve

20. Januar 2015. Um die hausärztliche Versorgung im Kreis Kleve nachhaltig zu verbessern, haben die Kreisstelle Kleve der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) und das Katholische Karl-Leisner-Klinikum gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten des Kreises Kleve einen hausärztlichen Weiterbildungsverbund gegründet. Startschuss für die gemeinsame Initiative von fast 70 Klinik- und Hausärzten war die feierliche Urkundenübergabe durch Vertreter der ÄkNo.

"Ohne Hausärzte geht es nicht"
„Der demographische Wandel und die steigende Zahl chronischer Erkrankungen stellen große Herausforderungen an die künftige ärztliche Versorgung im Kreis Kleve“, so Dr. Wolfram Althoff, Vorsitzender der Kreisstelle Kleve der ÄkNo. „Eine wichtige Rolle kommt dabei den Fachärzten für Allgemeinmedizin zu, die ihre Patienten wohnortnah versorgen. Diese hausärztliche Versorgung ist gefährdet.“ Dies unterstrich der Vizepräsident der ÄkNo Bernd Zimmer bei der Urkundenübergabe: „Ich freue mich, dass wir mit der Gründung dieses Weiterbildungsverbundes auch im Nordwesten Nordrheins interessierten, jungen Kolleginnen und Kollegen die hausärztliche Verbundweiterbildung anbieten können. Die Ärzte im Verbund stärken mit ihrem Engagement die Bemühungen der Ärztekammer gegen den Hausärztemangel – denn ohne Hausärzte geht es nicht.“

Im Kreis Kleve gibt es laut den Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein aktuell 177 niedergelassene Hausärzte und hausärztlich tätige Internisten. In den kommenden Jahren ist ein Rückgang der Zahl zu erwarten. Der hausärztliche Weiterbildungsverbund ist ein probates Mittel im Kampf gegen diesen Mangel. Kernidee ist es, angehenden Allgemeinmedizinern eine regionale Komplettlösung ihrer fünfjährigen Weiterbildungszeit anzubieten. Die Zusammenarbeit von Klinik- und Hausärzten gibt dabei Planungssicherheit: Weiterbildungsstätten stehen frühzeitig fest, ein Wohnortwechsel ist nicht erforderlich, die Vergütung ist gesichert, die Zukunftsperspektiven sind attraktiv. Die Ärzte können als niedergelassener Hausarzt in einer Region tätig werden, deren Strukturen sie im Laufe der Weiterbildungszeit kennengelernt haben.

„Die bestmögliche Versorgung bieten"
„Wir möchten den Menschen im Kreis Kleve die bestmögliche Versorgung bieten“, betont Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, das mit seinen vier Häusern in Goch, Kalkar, Kevelaer und Kleve insgesamt mehr als 900 Betten zählt. „Als Klinikum wissen wir: Das geht nicht ohne die Hausärzte. Die gemeinsame Initiative von Klinik- und Hausärzten ist deshalb ein wichtiger Schritt.“ Insgesamt 38 niedergelassene Ärzte und 26 Ärzte des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums haben sich der Initiative bereits angeschlossen. Der Kreis ist damit aber für die Zukunft nicht geschlossen: „Wir freuen uns über jeden Klinik- und Hausarzt, der die Initiative unterstützt“, so Dr. Peter Enders.

Von der Vielfalt und Routine eines großen und spezialisierten Klinikums profitieren
Die Zulassung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist Voraussetzung, um sich als Hausarzt niederzulassen. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die auszubildenden Ärzte in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei Jahre bei niedergelassenen Hausärzten. Die Weiterbildung ist dabei so umfassend wie vielfältig. Sie reicht von der Arbeit als Stationsarzt bis zum Hausbesuch, von der Ultraschalluntersuchung bis zur Erkennung von Suchtkrankheiten, von der Wundversorgung bis zur Palliativmedizin. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum bietet den angehenden Allgemeinmedizinern dabei mit 27 Fachabteilungen in vier Häusern medizinische Vielfalt und Expertise: „Wir betreuen pro Jahr etwa 35.000 Patienten“, umreißt Professor Dr. Volker Runde, ärztlicher Direktor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Angehende Hausärzte und ihre Patienten können von der Vielfalt und Routine eines so großen und spezialisierten Klinikums immens profitieren.“ Für das Curriculum des neu gegründeten Weiterbildungsverbundes im Kreis Kleve zeichnet maßgeblich Dr. Ulrich Tholl verantwortlich, Chefarzt der medizinischen Kliniken I und III am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum in Kleve und gleichzeitig Fortbildungsbeauftragter der ÄkNo-Kreisstelle Kleve.

Landrat Wolfgang Spreen begrüßt die von der Ärztekammer ins Leben gerufene Initiative sehr. „Es ist ganz im Sinne unseres Landkreises, dass sich niedergelassene Ärzte und das Katholische Karl-Leisner-Klinikum unter der Regie der Ärztekammer zu einem Weiterbildungsverbund zusammen¬geschlossen haben. Die Gründung dieses Weiterbildungsverbundes stellt einen wichtigen Baustein dar, dem drohenden Hausarztmangel zu begegnen.“ Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass alleine die Gründung des Weiterbildungsverbundes noch keine Garantie für eine erfolgreiche Nachbesetzung freiwerdender Hausarztsitze darstellen wird. „Daher sind wir sehr daran interessiert, mit der Gründung einer Hausarztakademie den Weiterbildungsverbund unterstützen zu können“, so Spreen weiter. „Hierzu hat es bereits erste Abstimmungs¬gespräche gegeben.“

Hintergrundinformation: In vielen Regionen Nordrheins haben niedergelassene Hausärzte zusammen mit Krankenhausärzten sogenannte Hausärztliche Weiterbildungsverbünde gegründet. Die Beteiligten entwickeln mit Unterstützung der ÄkNo ein gemeinsames Curriculum und verpflichten sich, den Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung eine Komplettlösung für die gesamte Weiterbildungszeit anzubieten. Der Hausärztliche Weiterbildungsverbund Kreis Kleve ist der 44. seiner Art und einer der bei der Gründung mitgliederstärksten in der Region Nordrhein.

Teilnehmer und Ansprechpartner des Hausärztlichen Weiterbildungsverbundes Kreis Kleve: www.aekno.de/Verbundweiterbildung/Kreis-Kleve

Christian Weßels
Unternehmenskommunikation
Telefon: (02821) 490 10 09
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47533 Kleve

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