Kurzzeitpflege

Kurzzeitpflege gibt pflegebedürftigen Menschen, ihren Angehörigen und anderen Pflegepersonen Hilfe und Entlastung. Kurzzeitpflege vermeidet oder verkürzt Aufenthalte im Krankenhaus, sie kann nach schweren Erkrankungen (u.U. im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt) eine qualifizierte Nachsorge sicherstellen, sie hilft Pflegeengpässe zu überwinden (z. B. Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen im Haushalt der Pflegebedürftigen).

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Dies gilt für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung von Pflegebedürftigen (Krankenhausaufenthalt) oder in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist (z.B. akute Verschlimmerung des Pflegezustandes, Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson).

Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen und die Kosten der sozialen Betreuung für höchstens vier Wochen und maximal bis 1.612 Euro pro Kalenderjahr.

Voraussetzungen:
- Mitglied in einer gesetzlichen oder privaten Pflegekasse
- Vorliegen von Pflegebedürftigkeit – mind. Pflegestufe 1 – nach den Kriterien des Pflege-Versicherungsgesetzes.